
Autismus Assistenzhund
Wertvolle Unterstützung für die ganze Familie
Ein Autismus-Assistenzhund ist eine wertvolle Unterstützung für Menschen mit Autismus und trägt in vielfältiger Weise zu ihrem Leben bei. Durch gezielte Erziehung und Ausbildung erfüllt dieser spezielle Hund die Aufgabe, den Assistenznehmer im Alltag zu unterstützen und gleichzeitig dessen Entwicklung, Fähigkeiten und Sicherheit zu fördern.
Insbesondere bei Kleinkindern kommen Autismus-Assistenzhunde häufig zum Einsatz. Hierbei ist die Zusammenarbeit zwischen dem Hund, dem Kind und dessen Eltern von entscheidender Bedeutung. Der Assistenzhund begleitet das Kind im Alltag und motiviert es, sich aktiver zu bewegen sowie neue Fähigkeiten zu erlernen. Dies kann sich positiv auf die Grob- und Feinmotorik, die Sprachentwicklung, die kognitiven Fähigkeiten, die sensorische Wahrnehmung und die sozialen Kompetenzen auswirken.
Eltern profitieren ebenfalls erheblich von einem Assistenzhund. Der Hund ermöglicht ihrem Kind eine größere Selbstständigkeit und bietet Sicherheit sowie Geborgenheit. Im Unterschied zu anderen Assistenzhunden hat der Autismus-Assistenzhund oft mehrere Bezugspersonen. Neben dem Kind stehen auch die Eltern in der Verantwortung, gemeinsam mit dem Hundetrainer zu arbeiten und dem Hund Signale mitzuteilen.
Das Autismus-Spektrum umfasst eine breite Palette von neurologischen Variationen, die sich in unterschiedlichen Verhaltensweisen, Kommunikationsstilen und Wahrnehmungen äußern. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu betonen, dass die Schwierigkeiten im Alltag von jedem Betroffenen unterschiedlich erlebt werden. Jede Person mit Autismus hat ihre eigene einzigartige Kombination von Stärken und Herausforderungen und so unterschiedlich ist auch das Aufgabenfeld des Autismus- Assistenzhund.
Mögliche Aufgaben sind:
- Weglaufen verhindern (In öffentlichen Räumen oder zu Hause kann der Hund das Kind daran hindern, wegzulaufen.)
– Nachtschicht (Wenn das Kind nachts das Zimmer verlässt, kann der Assistenzhund die Eltern wecken)
– Assistenznehmer suchen
– Unterbrechung von stereotypen Verhaltensweisen (Der Hund kann gezielt eingreifen, wenn das Kind in wiederholte Verhaltensmuster verfällt)
– Verkehrssicherheit (Im Straßenverkehr sorgt der Hund dafür, dass das Kind nicht auf die Straße rennt)
– Hilfe holen (Der Hund kann die Eltern zu Hilfe holen, wenn das Kind stürzt oder sich unwohl fühlt)
Für Erwachsene stellt der Autismus-Assistenzhund ebenfalls eine Sicherheit im Straßenverkehr dar und schafft Abstand in Menschenmengen. Da emotionales Ungleichgewicht und Reizüberflutung zentrale Herausforderungen für viele Autismus Patienten darstellen, fungiert der Hund als Anker und sorgt für Stabilität. Er reagiert sensibel auf die emotionale Verfassung seines Halters und hilft, ihm Beruhigung und Fokus zu geben.
Insgesamt ist ein Autismus-Assistenzhund weit mehr als ein Begleiter – er ist ein wichtiger Teil des Lebens von Menschen mit Autismus. Durch seine zahlreichen Aufgaben und die enge Zusammenarbeit mit den Familienangehörigen trägt er zu einem selbstbestimmten, sicheren und erfüllten Leben bei.
